Wein - diesmal aus Weintrauben

Wir zogen wieder Mal im Herbst durch Wald und Flur, da fiel uns ein Wingert auf, der mehr als unordentlich abgeerntet war. Der Fahrer des Vollernters muss geradezu besoffen gewesen sein, denn alle fünf Meter hingen die Reben noch auf der einen Seite in voller Pracht, auf der anderen Seite war der Weinstock regelrecht abgefräst.

Ruck-Zuck waren die Bütten, die wir wohlweislich immer im Kombi spazierenfuhren, randvoll und ich stand im Keller wieder mal vor der Bescherung. Mit ein wenig Zucker und ebensowenig Wasser wurde eingemaischt. Aber weis der Kuckuck warum - es wollte und wollte nicht gären. Mit allen Tricks aus dem Kitzinger brachte ich die Brühe doch noch zum Blubbern, aber, um es kurz zu machen, das Herstellen von "Chateau Claque", oder wie diese Spezialitäten heissen, überlasse ich künftig der Zunft der Winzer. Guter Wein ist bei uns so preiswert, dass sich dieser Aufwand einfach nicht lohnt. Und der Geschmack ist nicht so, dass ich damit hätte angeben wollen.