Meyer Görlitz Orestegor f4/300 mm

Orestegor4 300So ein richtiges Tele wollte ich haben! Und die ersten Versuche waren begeisternd.

Wenn es gelingt, die 3 Kilogramm beim Einstellen ruhig zu halten (Echte Männer brauchen kein Stativ) und die Bilder auch wirklich scharf werden (nein, das werden sie nicht immer) dann gelingen zauberhafte Bilder. Nicht mal so sehr im wirklich fernen Bereich, sondern im Nachbereich zwischen 5 und 20 m. Dann kann man Motive mit sehr zarten Hintergründen freistellen.

Nachtrag: unlängst konnte ich einen 2x Teleconverter ersteigern. Damit hat das Rohr dann eine Brennweite von 600 mm. Erste Versuche haben ergeben, dass ohne Stativ nun gar nichts mehr geht, und die Handlichkeit auch nicht gerade zunimmt.

Pentacon f4/200

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Ein absolutes Schnäppchen, ich kann es kaum erwarten, bis es endlich ankommt. Einen Tag später hatte ich es in der Hand und schwanke zwischen Begeisterung und Enttäuschung:

Einerseits macht es mit Offenblende herrliche Bilder. Andererseits geht es auch nicht anders als mit Offenblende, die Blende klemmt nämlich. Und die angezeigte Entfernung stimmt auch nicht, das Objektiv dreht über unendlich hinaus. Ein Blick in das Innenleben hat mich nicht wirklich weiter gebracht. Aber was soll's es macht wirklich gute Bilder wie man unten sehen kann, und wenn ich was Anderes als Offenblende will, dann kann ich immer noch das Canon 55-200 mm nehmen. 

Und in den nächsten Tagen kann ich immer noch das Internet befragen, was sich eventuell reparieren lässt.

Man darf also gespannt sein

Nachtrag Herbst 2015:  Die Entfernungseinstellung ist inzwischen erfolgreich repariert, die Blende kemmt trotz Reinigung nach wie vor. Aber mit Offenblende ist das Objektiv nach wie vor einwandfrei. Allerdings ist mir inzwischen ein Zeiss Jena 2,8/200 mm "zugelaufen", und das Bessere ist nun mal des Guten Feind!

 

 

 

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Makro-Tuben und Balgengerät

Nein, da handelt es sich wirklich nicht um Glas, aber wer tiefer in das Thema Makofotografie einsteigen will, wird nicht darum herumkommen, sich damit zu beschäftigen.

Balgen1

Die Makrotuben haben die Länge 2,5 cm und 5,0 cm, damit lässt sich schon eine Menge anfangen. Hinzu kommt noch das Balgengerät mit einem maximalen Auszug von 10 cm. Damit ist man schon im Bereich der MIkrofotografie und was sich damit anstellen lässt, kann man sich gleich um die Ecke. im Bereich "Focus Stacking" betrachten.

Natürlich, im digitalen Einsatz kann ich nur mit Icarex-Objektiven arbeiten, aber das betrachte ich nicht als Malheur. De facto benutze ich im Makro-Bereich nur das Ultron 1,8/50 mm und das 135-er Tele, alles Andere ist zu lichtschwach, oder hat eine zu kurze Brennweite - beim Skoparex f4/35 müsste ich das Motiv fast buchstäblich an die Frontlinse kleben.

Weiteres unverzichtbares Zubehör sind ein gutes Stativ und ein Kreuzschlitten, denn fokussieren kann man eigentlich nur, indem man die Kamera mit dem ganzen Rigg vor und zurückbewegt. Da hilft dann auch eine Fernsteuerung per PC und dem Canon Utility, das mit der Kamera mitgeliefert wird.

Voigtländer APO-Zoomar 28-210

Genau 16,00 € habe ich bei Ebay dafür bezahlt und das ist es auch wert.apo zoomar

Ursprünglich wurden diese Objektive für die analogen Canon EOS Kameras produziert, aber es scheint sie immer noch neu zu geben. Somit braucht man für die digitalen EOS noch nicht mal einen Adapter, denn der Adapter und die elektrischen Anschlüsse passen.

Der Autofokus ist nicht zu überhören, dafür braucht er seine Zeit. Wenn man in den Telebereich so etwa ab 150 mm kommt, sieht man auch deutliche Randunschärfen und Chromatische Aberrationen, die sich in Farbsäumen an kontraststarken kanten äußern. Die Lichtstärke ist so, als ob jemand laut nach SONNE schreit. Alles in allem also keine Scherbe, mit der ich angeben würde. Aber wenn ich auf einen Spaziergang nur ein Objektiv mitnehmen möchte, ist dies das Ding der Wahl, in dem Bereich bin 135 mm sind die Bilder nämlich einfandfrei, und nachts oder bei Regen spaziere ich nur selten.

Und noch ein Feature hat das Voigtländer: den Innenfokus! Bei den Kitobjektiven von Canon dreht sich die Frontlinse samt Filtergewinde mit, wenn der Autofokus arbeitet, das ist hier nicht so. Ich kann also meinen Dia-Duplikator benutzen und das in genau dem Brennweitenbereich, wo ich mir um Unschärfe keine Gedanken machen muss

Und noch einen Aspekt gibt es: Es handelt sich um ein Objektiv, das auch an Vollformat-Kameras einsetzbar ist. Mit welchem Erfolg, das entscheidet sich erst, wenn ich eine solche Kamera mein Eigen nennen darf.

Nachtrag Herbst 2015: Selbst als Spazierobjektiv hat es gegen das rein manuelle Soligor verloren. Ich nutze es wirklich nur als Diakopierer.

 

Soligor 28-200 mm

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Noch ein Objektiv aus dem Fundus meines Schwiegervaters mit Pentax PK Bajonett.

In der guten alten analogen Zeit hätte ich mir nach diesem Schiebezoom-Schätzchen die Finger geleckt. Die Haptik ist einfach "sauber". An der Canon 600d macht es einwandfreie Bilder und die Einstellung gelingt mühelos. Die Kit-Objektive sind optisch nicht besser, so meine erste Einschätzung, aber sie sind halt eben auch nicht schlechter und vollautomatisch obendrein.

Letztenendes bedeutet das, es handelt sich um ein weiteres schönes Objektiv, das seinen Lebensabend in der Schublade fristen muss, nur weil es den modernen Objektiven einfach nichts voraus hat. Auch wenn es mir leid tut.

Korrektur: inzwischen, nach einem guten Jahr muss ich sagen, dass ich es doch nicht so selten auf Spaziergänge mitnehme. Der größte Vorteil ist, dass ich darauf verzichten kann, noch ein weiteres Glas mitzunehmen. Und die Haptik macht einfach Spaß.